Meinungsmache

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Meinungsmache | Täuschende Argumentationen ► Methoden    //   [ Vollbild | aus (Hilfe) ]

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Professionelle Meinungsmache durchdringt die öffentliche Meinungsbildung. Mit allen Tricks der täuschenden Argumentationen und subtilen Methoden des Agenda Setting, Framing, etc. sowie mit der Beeinflussung der Medien durch die Politik und Wirtschaft wird die öffentliche Meinung von den mächtigen Interessen fast nach Belieben geformt. Nachfolgend werden Beispiele gesammelt und das Thema systematisiert mit dem Ziel der Aufklärung der Bevölkerung über die Beeinflussung ihrer Meinungsbildung.

→ Wichtige Unterseite: Meinungsmache/Methoden

Aktuell

16.03.2021 Tendenziöse Berichterstattung/Medienkampagne durch den ZDF-Faktencheck, der eine Studie zum Corona-Ursprung verunglimpft.
05.03.2021 Shadow-Banning: Das Gatekeeping durch Internetportale.
17.02.2021 Täuschung durch Studien: Die Agnotologie deckt die Manipulation der Wissenschaft auf, arte-Dokumentation: "Forschung, Fake und faule Tricks"
16.02.2021 Medien können die Politik bestimmen, Medienmogul Rupert Murdoch bestimmt die Politik in USA, GB und Australien mit brachialen Methoden.
05.02.2021 Heikler Laschet-Artikel verschwindet aus Mediathek, Beispiel für Einfluss der Politik auf die Medien.
31.12.2020 Unterseite ausgelagert: Meinungsmache/Methoden.
27.11.2018 Weitere Grundmechanismen der Manipulation der öffentlichen Meinung: Politische Inszenierungen, Narrative, Kognitive Dissonanz, Vereinfachung etc.
25.11.2018 Journalismusforscher beobachtet Propaganda in großen Nachrichtensendungen der demokratischen Länder zur Politik der NATO und USA.
14.10.2018 Alice Weidel kaufte Facebook-Likes. Zehntausende Euro der illegalen 130.000 Euro-Spende aus der Schweiz wurden für dieses Astroturfing investiert.
02.10.2018 Die Ermordung von Jamal Khashoggi: Neuerliches prominentes Beispiel für Journalistenmord als eine der extremsten Formen der Meinungsmache.
2015/2016 Hillary Clinton kaufte Millionen an Facebook-/Twitter-Followern und bezahlte mit Wissen der Parteizentrale Millionen für Astroturfing gegen Bernie Sanders.
01.07.2016 Jeremy Corbyn wurde nach der Wahl zum Labour-Chef tendenziös negativ dargestellt, wie die London School of Economics bestätigt.
2016 Post-truth-politics als neues Politikmuster. Meinungsmache unter Verlust jedes Wahrheitsbezugs passt auch auf Stuttgart 21.
20.01.2016 Bernie Sanders wird in deutschen Medien großteils tendenziös negativ dargestellt, insbesondere in der Tagesschau.


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Zusammenfassung

Methoden der Meinungsmache, Schema nach WikiReal. Beteiligte und Maßnahmen der Meinungs­manipulation, die insbesondere die eingeschränkte Wahrnehmung der Bürger ausnutzt (Bild: WikiReal).

Meinungsmache ist eine der wesentlichen Maßnahmen zur Durchsetzung von Partikularinteressen in unserer Demokratie. Politik gegen das Gemeinwohl und zum Nutzen von Parteispendern und Lobbys wird durch eine umfassende Beeinflussung der öffentlichen Meinung ermöglicht. Dabei kommen die Methoden der Meinungsmache aus dem Werkzeugkasten der PR-Berater und Spin-Doktoren zum Einsatz: Intransparenz verhindert die Kenntnis von kritischen Entscheidungen. Falschaussagen und Täuschungen, wie sie auch bei rhetorisch geschickten Diskussionsteilnehmern zum Einsatz kommen, werden auch in der großen Politik oder von der Wirtschaft umfassend eingesetzt. In Extremfällen wird die Öffentlichkeit sogar mit Operationen unter falscher Flagge bis hin zum Staatsterrorismus unter Bruch des Rechts getäuscht. Häufiger zum Einsatz kommen fortgeschrittene manipulative Darstellungen wie die Arbeit mit emotional aufgeladenen Begriffen, die "Inszenierung von Wahrheit" oder auch Meinungs-Manipulationen durch gefälschte Identitäten im Internet (no-badge, Astroturfing). Die Medien setzen diese Meinungsmache um, teils in vorauseilendem Gehorsam aus ihrer Abhängigkeit von Politik und Wirtschaft, teils aufgrund geschickter Lenkung über die Netzwerke der Elite. Seltener sind es Repression und Zensur, die die Medien dazu zwingen, durch eine manipulative Berichterstattung journalistische Grundsätze zu missachten. Diese Methoden nutzen Harmoniebedürfnis, Konflikt-Scheue und eingeschränkte Wahrnehmung der Bürger geschickt aus. Das geht so weit, dass auch heute ein Orwell‘sches Doppeldenken realisiert werden kann, so dass selbst offensichtlichste Widersprüche akzeptiert werden.

→ Wichtige Unterseite: Meinungsmache/Methoden

Begriffliche Abgrenzung

Die Meinungsmache, d.h. die planmäßige Beeinflussung der öffentlichen Meinung, wurde im vergangenen Jahrhundert professionalisiert, wobei die wesentlichen Grundlagen vor allem durch Edward Bernays mit seinem grundlegenden Werk "Propaganda" gelegt wurden. Auf Wikipedia findet sich unter dem Begriff Medienmanipulation (wp) eine Einordnung mit dem Verweis auf Arbeiten dazu, weiteres findet sich auf Wikipedia unter Öffentlichkeitsarbeit (wp). Auf WikiReal.org sollen dagegen aktuelle Beispiele gesammelt und das Thema vertieft und systematisiert werden. Ziel ist die Aufklärung der Bürger, die die Opfer eines inzwischen hochprofessionalisierten Handwerks sind, sowie die Schärfung des Bewusstseins der Bürger für die beinahe täglich begangenen bewussten Täuschungen und Desinformationen. Der Begriff "Meinungsmache" wird übernommen von dem gleichnamigen Buch des Publizisten und früheren Planungschefs im Bundeskanzleramt Albrecht Müller,[1] in dem ebenfalls zahlreiche Fallbeispiele vorgestellt werden. Einige der hier zitierten Beispiele stammen von Müllers unabhängigem Nachrichtenportal, den "NachDenkSeiten".[2]

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Abhängigkeiten von Politik, Wirtschaft und Medien

Ein großer Teil der nachfolgend genannten Methoden der Meinungsmache wird ohne Zwang umgesetzt. Ursache sind die vielfältigen Abhängigkeiten der Medien, der Politik, und der Wirtschaft, die eigentlich voneinander unabhängig sein sollten und sich gegenseitig kontrollieren sollten. Die Wirtschaft beeinflusst die Politik durch massiven Lobbyismus, sie schreibt teils die sie betreffenden Gesetze selbst und vergütet Politiker durch Parteispenden, Vortragshonorare und Versorgungsposten. Die Medien sind von der Wirtschaft entweder über die Besitzverhältnisse oder über das Anzeigengeschäft abhängig. Von der Politik entwickeln sich Abhängigkeiten dadurch, dass kritische Journalisten von der Politik ausgegrenzt werden, keine Exklusiv-Interviews erhalten oder nicht bei Auslandsreisen eingeladen werden. Auch in der Politik gibt es Einfluss über Besitzverhältnisse, nicht nur in Italien unter Berlusconi. In Deutschland halten oder hielten Parteien Anteile an Verlagen und die Politik übt etwa auch über den Verwaltungsrat Einfluss auf öffentlich rechtliche Anstalten aus.


Methoden der Meinungsmache

Intransparenz

→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Intransparenz

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Die Zurückhaltung von Informationen ist das effektivste Mittel zur Verhinderung von ungewollten Diskussionen, zur Behinderung einer unabhängigen Kontrolle und zur Verdeckung evtl. sogar von illegalem oder unmoralischem Verhalten.

  1. Informationszurückhaltung. Die Nicht-Herausgabe von Informationen bzw. die Geheimhaltung ermöglicht es, missliebige Themen aus einer Diskussion vollkommen herauszuhalten. In einzelnen Fällen ist sie die notwendige Maßnahme zur Verdeckung rechtswidriger Handlungen. Wie etwa zur • Rüstungszusammenarbeit Deutschlands mit der argentinischen Militärdiktatur, • vernichteten Akten im NSU-Prozess, • der umfassenden Informationszurückhaltung in der Schlichtung zu Stuttgart 21 oder • den gravierende Lücken in der offiziellen Darstellung zum 11. September.
  2. Hinterzimmerdiplomatie. Beratung und Debatte politischer Entscheidungen wird gerne bei Themen großer Tragweite ohne breite Beteiligung nicht nur der Öffentlichkeit sondern auch des Parlaments beraten und (vor-)entschieden: Wie etwa • die nicht öffentlichen Verhandlungen zu TTIP und CETA.
  3. Zeitdruck. Gerne wird auch durch unangemessen kurze Fristen ein Zeitdruck aufgebaut, der eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Materie nicht zulässt. Wie etwa • der schon sprichwörtliche immer wieder zum Einsatz kommende "taktische Schlafentzug" durch Kanzlerin Merkel oder • die EFSF-Abstimmung zu umfassendem Material in wenigen Stunden.
Schema der Formen täuschender Argumentationen: Falschaussagen und Täuschungen, teils zu Lasten des jeweiligen Gegenspielers, oder Behinderung der Kommunikation. Siehe → Täuschende Argumentationen

Täuschende Argumentationen

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→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Täuschende Argumentationen → Siehe auch (Fokus auf die Situation in einer Diskussion): Täuschende Argumentationen

Das ganze Repertoire der täuschenden Argumentationen, die auch einem Teilnehmer einer Diskussion zur Verfügung stehen, können auch für die Meinungsmache im großen Stil eingesetzt werden. Genauso wie dort werden Falschaussagen und Täuschungen eingesetzt, bei denen beim Empfänger ein falscher Eindruck vermittelt wird. Auch die Blockade oder der Abbruch der Kommunikation wird eingesetzt oder die Diskreditierung des Gegenspielers. Im öffentlichen politischen Diskurs kommen weitere Stilformen hinzu wie gebrochene Zusagen, das Aussitzen von Problemen, unvollständige Beantwortung von Anfragen oder Gefälligkeitsgutachten als besonders aufwändige Form der Falschaussage. Nachfolgend und auf den entsprechenden Wiki-Seiten werden Beispiele gesammelt:

  1. Glatte Falschaussagen, Lügen kommen in der Epoche der postfaktischen Politik gehäuft zum Einsatz. Bspw. wenn • Bahn-Cheflobbyist Ronald Pofalla Abgeordneten falsch unterstellt, sie hätten den von ihm vorgeschlagenen Abschwächungen im Gesetzes zur "Stärkung des Wettbewerbs im Eisenbahnverkehr" zugestimmt, oder • Innenminister Thomas de Maizières Falschaussage, ein hoher Prozentsatz Asylbewerber werde vor einer Abschiebung krankgeschrieben, oder • die Begründung des 2. Irak-Krieges mit angeblichen Massenvernichtungswaffen durch die US-Regierung, oder • in der Planung, Schlichtung, Volksabstimmung und den Anhörungen zu Stuttgart 21, oder • mit dem Märchen vom Krieg gegen den Terror.
  2. Täuschungen kommen ohne eindeutig falsche Tatsachenaussage aus und lassen doch beim Empfänger der Botschaft einen vollkommen falschen Eindruck entstehen, zahlreiche Beispiele: → Täuschende Argumentationen. Als Form der aufwändigeren Täuschung, die nicht nur argumentativ erfolgt, sondern umfangreichere Vorbereitung und abgestimmtes Vorgehen voraussetzt wird weiter unten das eigene Methodenfeld der manipulativen Darstellungen behandelt. Beispiele sind etwa • die Doppelmoral im politischen Geschäft etwa zum Menschenrechtsverständnis beim IS und Saudi-Arabien als strategischem Partner, oder • Doppeldenken, dass wie bei Orwell 2 + 2 = 5, oder bei Stuttgart 21 auch 32 größer als 38 sein kann, oder • manipulierte Statistiken, die eine geringe Einkommensungleichheit vorgaukeln durch verfälschte Datenbasis.
  3. Gebrochene Zusagen. Mit dem Nichteinhalten eines Versprechens wird dieses zum falschen Versprechen, also zur Falschaussage. Wie etwa • bei den Zusagen zu Stuttgart 21, dass keine Bäume gefällt, im Stresstest die Prämissen abgestimmt und eine "gute" Betriebsqualität erreicht werden sollten, oder später im Gemeinderat ein "Faktencheck" bzw. eine "Klärung" offener Fragen stattfinden sollte. All diese Versprechen und viele mehr wurden gebrochen.
  4. Blockade der Kommunikation. Täuschung kann durch → Behinderung der Kommunikation erreicht werden. Etwa • bei Stuttgart 21, wo grobe Projektmängel verschwiegen oder später • Diskussion dazu verweigert wurden, • in der Schlichtung Zeit geschunden wurde, oder • wenn die Bundesregierung auf Anfragen neben dem Thema antwortet oder • Schlichter Geißler immer dann das Thema wechselte, wenn es für das Projekt brenzlig wurde. Oder bei anderen Themen, wenn bspw. • die US-Demokraten ihre millionenteures Astroturfing gegen ihren eigenen Kandidaten Bernie Sanders die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ablenken auf die Überbringer der Botschaft, die vermeintlichen russischen Hacker. Oder das wohl verbreitetste Mittel der Kommunikationsblockade, das • Totschlagargument, die vertretene Politik sei alternativlos, etwa bei dem früheren BW-Ministerpräsidenten Mappus und Kanzlerin Merkel zu Stuttgart 21, oder Margaret Thatcher (TINA - there is no alternative) oder Kanzler Schröder mit seiner Basta-Politik. • Eine neue Form ist das "Cry Bullying", d.h. die Unterdrückung von Argumenten mit bloßer Betroffenheitsrhetorik.
  5. Aussitzen. Die Weiterentwicklung des auf Zeit Spielens in einer Diskussion ist im politischen Maßstab das Aussitzen von unangenehmen Themen. Wie bei der Frage •  der Völkerrechtswidrigkeit der US-Drohnensteuerung über Ramstein.
  6. Diskreditierung. Besonders perfide sind diskreditierende Etikettierungen wie mit den Begriffen • Populist (z.B. für Bernie Sanders, Giannis Varoufakis, ...), • Verschwörungstheorie (z.B. auch bei Stuttgart 21, oder • mittels des "Kontaktschuldvorwurfs", d.h. der Ausgrenzung durch den Vorwurf, mit den falschen Leuten Umgang zu haben, mit den falschen Medien oder auf den falschen Veranstaltungen gesprochen zu haben.

Täuschende Operationen

→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Täuschende_Operationen

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Im Folgenden werden Formen der Meinungsmache dargestellt, die nicht über den Informationsfluss bzw. Aussagen gesteuert werden, sondern über tatsächliche Handlungen:

  1. Politische Inszenierungen. 78 % der Bürger glauben, dass es "in der heutigen Politik mehr um die Inszenierung von Politikern als um politische Inhalte" geht. Wie das Muster • "Getrennt marschieren, vereint schlagen", wenn sich die Unionsparteien CDU und CSU wiederholt zur Asylpolitik streiten.
  2. Symbolpolitik, also eine "auf Gesten beruhende Politik", die nicht das konkrete Problem oder die Situation verändert, sondern lediglich Reaktionen hervorrufen soll. Wie etwa • die Beteiligung Deutschlands an der Bekämpfung des IS in Syrien, oder • der Stuttgart 21-Baubeginn.
  3. Demoralisierungsmaßnahmen, die in der Sache unnötig sind und allein auf die Brechung von Widerstand zielen wie etwa • der Abriss von Nord-, Südflügel und die Räumung des Schlossparksf für das Projekt Stuttgart 21.
  4. Oktober-Überraschung bzw. Operation zur Wahl-Beeinflussung. Beispiele sind • die doppelte Oktober-Überraschung der FBI-Ermittlungen gegen Hillary Clinton und das des Videos, in dem Trump mit sexuellen Übergriffen prahlt, oder • der vermeintliche Eingriff russischer Hacker in die US-Präsidentschaftswahlen, oder • schon 1980 die verzögerte Freilassung der US-Geiseln im Iran zugunsten Reagans und zum Schaden Carters, oder • zahlreiche weitere CIA-Wahl-Beeinflussungen weltweit oder in Deutschland • die Vertuschung der Kundus-Affäre durch die "Gruppe 85" oder • der Plutonium-Schmuggel 1994 im Vorfeld der Landtagswahl in Bayern.
  5. Operationen unter Falscher Flagge und Staatsterrorismus. Als ultimative Täuschung der Öffentlichkeit erscheinen derartige hochkriminelle Akte. Wie etwa • Der vom König gedeckte Putsch in Spanien von 1981, oder neuere Beispiele mit dem starken begründeten Verdacht, eine Operation unter Falscher Flagge zu sein, wie • die vermeintlichen russischen U-Boote in schwedischen Gewässern 2014/2015, oder • die Verwicklung der pro-westlichen Opposition in die Maidan-Massaker in der Ukraine. Oder • die Strategie der Spannung in Italien in den 1970er und 1980er Jahren. Oder weitere Verdachtsfälle, wie • die dubiose Rolle der Verfassungsschutzbehörden während den NSU-Morden, die sogar die Bezeichnung "betreutes Morden" provozierten, oder • das Oktoberfest-Attentat von 1980, • der Angriff auf die USS Liberty durch Israel 1967. Oder die klassische Beispiele wie • der Bombenanschlag auf ein Greenpeace-Schiff durch französischen Geheimdienst, oder • der Überfall auf den Sender Gleiwitz unter Hitler. Etc.

Manipulative Darstellungen

→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Manipulative_Darstellungen

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Allein die Darstellung von Ereignissen wird häufig in politischem Interesse manipuliert, mit Wissen und Beteiligung der Medien oder auch ohne.

  1. Inszenierungen wie • der inszenierte Kampf gegen Steueroasen 2009 vom damaligen Finanzminister Peer Steinbrück, ohne nennenswerte Fortschritte bis heute.
  2. Mehrkanalige Information, wenn die gleiche Botschaft aus verschiedenen Ecken kommt und über unterschiedliche Medien, wie bspw. • Legenden zu Russland und Putin.
"Stresstest bestanden"-Kampagne der DB AG. Beispiel für die Vorprägung einer Botschaft. Schlagzeile der SZ vom 27.06.2011.[3] (Quelle: Szenenfoto NDR zapp[4])
  1. Vorprägung einer Botschaft, indem eine klare Aussage vorab lanciert wird, wenn klar ist, dass die Sache später gar nicht so klar zu entscheiden ist. Dann wird die Interpretation vorab festgelegt. Wie etwa • vor Erscheinen des Abschlussberichts zum Absturz von Flug MH-17 "Insider" im Juli 2015 die Information streiten, der Abschluss durch Separatisten sei bestätigt, oder • die "Stresstest bestanden"-Kampagne zu Stuttgart 21, als absehbar war, dass das Urteil des Auditors zum Stresstest nicht so positiv ausfallen würde.
  2. Narrative, wie etwa • "Die S21-Volksabstimmung gilt" zu Stuttgart 21.
  3. Begriffswahl, wie • positive Begrifflichkeiten wie "Agenda 2010" für ein (Sozial-)Abbau-Projekt, oder • "Moderate Rebellen" für Kampfgruppen in Syrien, die weder moderat noch Rebellen sind, aber unter Einfluss des Westens stehen. Oder • negative Begrifflichkeiten wie die Flüchtlings-Rhetorik mit Aussagen wie "Das Boot ist voll", "Flüchtlingswelle", "Flüchtlingsflut".
  4. Gefälligkeitsgutachten, bei denen das Ergebnis direkt oder über bestimmte Prämissen mitbeauftragt wird wie die • Gutachten in der Stuttgart 21-Planfeststellung von Prof. Heimerl und Prof. Martin oder • das Gutachten zum 4. Bürgerbegehren gegen Stuttgart 21 von Prof. Kirchberg über die Fehler in seinem eigenen Gutachten.
  5. Auftrags-Meinungsforschung. Wie • die vom Whistleblower Martin Thöring aufgedeckten zahlreiche unlautere Geschäftspraktiken bei Meinungsforschungs-Instituten.
Ausschnitt einer Email der Parteizentrale der Demokraten, sie wussten von Hillary Clintons bezahlter Trollfabrik gegen Bernie Sanders.[5]
  1. Astroturfing, no-Badge-Aktivitäten, also etwa die Vortäuschung einer „Graswurzel-Bewegung“, wie • das in Bürgerinitiativen verdeckte Engagement der Industrie gegen Windenergie, oder die • gekauften Facebook-Likes von Alice Weidel, oder • Hillary Clintons gekaufte Millionen von gefälschten Facebook- und Twitter-Followern oder • deren millionenschwere Troll-Kampagne gegen ihren Parteifreund Bernie Sanders mit Billigung der Parteizentrale, oder • No-Badge-Tarnorganisationen für Meinungsmache wie die unter vermeintlich neutralem Namen firmierende Organisationen wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), die Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung (GSV), der Bundesverband Landschaftsschutz, das Aktionsbündnis "meine Wahl!" des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVmed) und Bürger für Technik. Oder • manipulierte Umfragen, bezahlte Leserbriefe, und under-cover-Unterstützung für S21-Befürworter im Auftrag der DB AG, oder • Propaganda durch Bots im Brexit- und im US-Präsidentschafts-Wahlkampf, oder • gefälschte Kommentare für ÖVP-Chef und Unternehmen in Österreich.

Manipulative Berichterstattung

→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Manipulative_Berichterstattung

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Die Meinungsmache wird nicht nur von den Medien transportiert, teilweise betreiben die Medien selbst aktiv Meinungsmache. Dabei kommen in der Berichterstattung mehrere spezifische Methoden der Meinungsbeeinflussung zum Einsatz, die nur den Journalisten zu Gebote stehen. Teils mag der Transport von täuschenden Informationen auf Unwissen basieren, teils resultiert er aus Abhängigkeit von Politik und Wirtschaft oder vorauseilendem Gehorsam.

  1. Gatekeeping. Die Massenmedien legen fest, über welche Themen berichtet wird und über welche nicht. Siehe dazu bspw. • die Top Ten der vergessenen Nachrichten. Beispiele sind etwa • die Klage der Tagesschau über das Gatekeeping, das sie selbst betreibt, • Das weitgehende Verschweigen der UNO-Konferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag, • ein ARD-Kommentar zum Brexit, der aber ähnlichen Themen in Deutschland ausblendet, • die Blockade der Medien, über Fehler im S21-Stresstest zu berichten, "das wollen die Leute nicht mehr hören", oder • das auffällige Vergessen von Stuttgart 21 in Aufzählungen von fehlgesteuerten deutschen Großprojekten.
  2. Agenda Setting, wie es mit den • Sylvester-Ausschreitungen in Köln 2015 passierte oder • der Themenwoche "Vollbeschäftigung" als neoliberales Agenda Setting im Wahlkampf.
  3. Tendenziöse Berichterstattung, etwa in Form • der journalistisch grob fehlerhaften Diskreditierung einer Studie zum Corona-Ursprung durch den ZDF-Faktencheck, • oder zu den ersten 100 Tagen von Donald Trump im Präsidentenamt. • zu Jeremy Corbyn nach seiner Wahl zum Chef der britischen Labour-Partei, oder wie • mit Tricks der Bildauswahl, Zeitkontingenten, dem Verschweigen von Namen, dem Auslassen von Pausen und subtilen Bezügen Bernie Sanders 2016 schlechtgeredet wurde und Hillary Clinton als Kandidatin Deutschlands dargestellt wurde. • Im Fazit heißt es sogar, die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland wären regierungsfromm, tendenziös, defizitär, agitatorisch, propagandistisch und desinformativ.
  4. Medienkampagnen mit bestimmten identifizierten Urhebern, wie • die Sylvestervorfälle in Köln 2015, • die Anti-Putin-Berichterstattung und die • Ukraine-Berichterstattung, gesteuert von einer vom Westen finanzierten Medienagentur, • die "Stresstest bestanden"-Kampagne zu Stuttgart 21, oder • umstürzlerische Medienkampagnen in Brasilien gegen sozial orientierte Regierungen. • Auch die zuvor erwähnte Diskreditierung der Studie zum Corona-Ursprung trägt im Verhalten mehrerer Medien Merkmale einer Kampagne.
  5. Verschiebung des Nachrichten-Fokus vom eigentlichen Nachrichteninhalt auf ein Nebenthema, wie • die Geschichte, dass russische Hacker die US-Wahlen manipulierten, in den Vordergrund gerückt wurde und der eigentliche Skandal, die interne Kampagne der Demokraten gegen ihren zweiten Kandidaten Bernie Sanders in den Hintergrund rückt.
  6. Meinungslobby. Lobbys betreiben professionelle Meinungsmache, wie in Kampagnen zu • privater Altersvorsorge, • Elektromobilität. Meinungslobbys sind bspw. • die Atlantik-Brücke, die Israel-Lobby, etc.
  7. Wiederholung ist die gängigste Methode der Meinungsmache und des Agenda Setting mit der eine Behauptung durch Wiederholung als Wahrheit etabliert wird, wie: • An der Finanzkrise sind die USA schuld, • die Hypo Real Estate ist systemrelevant, etc.
  8. Nachrichtenframing transportiert allein durch die zeitliche Abfolge von Nachrichtenbeiträgen eine Meta-Botschaft.
  9. Priming ist eine Erweiterung des Agenda-Setting durch Steuerung der emotionalen Reaktion über die Auswahl der berichteten Nachrichten und die Art der Darstellung.

Eingeschränkte Wahrnehmung

→ Hauptseite (mit Referenzen): Meinungsmache/Methoden#Eingeschränkte_Wahrnehmung

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Die Täuschungen, die von Politik, Wirtschaft und Medien auf uns einwirken, fallen auf einen fruchtbaren Nährboden. Unsere Wahrnehmung enthält starke Filter. Wir verdrängen unangenehme und bevorzugen positive Informationen, wir wünschen uns Vereinfachung und reagieren stark emotional und unbewusst. Dabei funktioniert unsere Wahrnehmung noch schlechter, wenn wir uns in einer Menge angesprochen fühlen, selbst wenn wir dieselbe Information allein für uns noch einigermaßen objektiv bewerten würden (s.u. Le Bon, "Psychologie der Massen").

  1. Kognitive Dissonanz. Der Mensch empfindet Widersprüche zwischen seinem Handeln oder den ihm vorliegenden Informationen gegenüber seinen Überzeugungen, Gefühlen oder Werten als unangenehm, was zu einigen überraschenden Reaktionsweisen führt: • Nach getroffener Kaufentscheidung akzeptieren wir Zusatzkosten bereitwilliger oder entscheiden uns leichter für die Beschaffung von Zubehör. • Je geringer die Belohnung ist, die wir für eine Handlung gegen unsere Überzeugung erhalten, umso mehr rechtfertigen wir diese im Nachhinein. • Je geringer die Bestrafung ist, die wir für ein Fehlverhalten erhielten, umso stärker vermeiden wir diesen Fehler in der Folge. • Freundliche Handlungen lassen uns freundlicher werden: Werden wir bspw. erfolgreich um einen Gefallen gebeten, erscheint uns der Bittsteller in der Folge sympathischer (Benjamin-Franklin-Effekt). • Wenn wir jemandem nicht helfen oder sogar schaden, werten wir das Opfer in der Folge auch noch ab (Opfer-Abwertung, Entmenschlichung). Dieser Wunsch nach Auflösung kognitiver Dissonanzen wird nicht nur in der Werbung, sondern insbesondere in dem professionellen PR-Management genutzt.
  2. Harmoniebedürfnis: Wir verdrängen Unangenehmes, eine schöne Lüge ist uns lieber als eine unangenehme Wahrheit. Das ist ein wesentliches Einfallstor für die erfolgreiche Meinungsmache. Die Konflikte, die mit Aufklärung und Richtigstellung verbunden sind, will der Bürger lieber nicht wahrnehmen und er ist aus Bequemlichkeit eher bereit, die offiziellen Aussagen nicht zu hinterfragen.
  3. Doppeldenken, eine schleichende Gewöhnung der Öffentlichkeit an offenkundige Widersprüche oder offenkundige Doppelmoral im politischen Handeln. Etwa wenn • Doppeldenken mit Trumps "alternativen Fakten" zur Doktrin wird, oder • die Tagesschau bei der Meldung über die Schließung eines syrischen Grenzübergangs ganz selbstverständlich hinnimmt, dass der Nachschub des IS aus der Türkei kommt, eigentlich ein Skand. Oder: • das EU-Gesetz für Netzneutralität von 2015 schafft diese ab, oder • der Stuttgarter Gemeinderat nimmt als selbstverständlich hin, dass zur Rechtfertigung von Stuttgart 21 angenommen wird, 32 sei mehr als 38.
  4. Entkopplung von der Realität, Post-truth-politics. Die Steigerung der vereinzelten und gezielten täuschenden Argumentation ist die vollständige Auflösung des Anspruchs auf Wahrhaftigkeit wie es seit 2010 und verstärkt 2016 in Zusammenhang mit Donald Trumps Vorwahlkamps und dem Brexit unter dem Stichwort "post-truth-politics" (wp) diskutiert wird. Mit den Beispielen von • Boris Johnson und Nigel Farages Brexit-Kampagne, • Donald Trumps Präsidentschafts-Wahlkampf, • nachdem sich die Glaubwürdigkeit der Stuttgart 21-Projektbetreiber vollständig aufgelöst hat tritt bei den Projektbefürwortern und in den Medien parallel eine Gewöhnung ein, die ein geradezu Orwell'sches Zwiedenken etablierte, so dass hingenommen wird, dass die Rechtfertigung des Projekts erst zur Inbetriebnahme geprüft werden soll oder die Schlichtung zu Stuttgart 21, die ein Feuerwerk der Täuschung war, als "Demokratie-Experiment" und Meilenstein deliberativer Demokratie gefeiert wird.
  5. Vorauseilender Gehorsam als Steigerung der verschobenen Wahrnehmung, wenn Doppeldenken und Doppelmoral in Handlungen umgesetzt werden, ohne dass diese ausdrücklich angeordnet worden waren oder der Ausführende nach Recht und Sachlage dazu gezwungen wäre. Oft geschieht dies sogar entgegen Recht und Sachlage. Etwa wenn • bei Stuttgart 21 das Regierungspräsidium ausbleibende Antworten der Bahn akzeptiert, oder • das EBA die Rechtfertigung des Projekts erst zur Inbetriebnahme klären will.
  6. Wunsch nach Vereinfachung In einer komplexer werdenden Welt, bspw. • beruht der Erfolg populistischer Politiker zu einem guten Teil auf den von diesen angebotenen Vereinfachungen, und auch • Narrative reduzieren Komplexität.


Meinungsmache nach Verantwortlichen

Meinungsmache durch die Medien

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Journalisten sind Profis, sie wissen, wie Meinung beeinflusst wird und sie wissen von ihrer Funktion als Gatekeeper (wp) und kennen die Methoden der Meinungsmache. Wenn also manipulative Meinungsmache durch die Medien vermittelt wird, so geschieht das zumeist wissentlich aufgrund der folgenden Abhängigkeiten:

  1. Journalisten sind wirtschaftlich abhängig. Journalisten arbeiten entweder in abhängiger Stellung, so dass sie in angespannten Situationen überwiegend die Interessen des Eigentümers des Mediums transportieren,[6] oder sie sind auf zukünftige Aufträge angewiesen, dürfen also nicht gegen die Interessen der Abnehmer ihrer Artikel schreiben.
  2. Journalisten sind politisch abhängig. Über ihre wirtschaftliche Abhängigkeit sind Journalisten indirekt auch von der politischen Abhängigkeit der Medien betroffen. Direkt sind sie aber betroffen, wenn sie durch kritische Berichterstattung in "Ungnade" fallen und von Politikern keine Interviews oder Antworten auf ihre Fragen mehr erhalten. Oder schlimmer noch, wenn sie auf breiter Front bspw. als "Verschwörungstheoretiker" geächtet und ausgegrenzt werden.
  3. Die Medien sind wirtschaftlich abhängig. Auch die Medien sind abhängig von den Werbeeinnahmen im Anzeigengeschäft oder über ihre Eigentümer. Nur wenige Publikationen, die sich zumeist durch Spenden oder Abos finanzieren, erhalten sich volle Unabhängigkeit.
  4. Die Medien sind auch politisch abhängig. Auch das Medium an sich ist davon abhängig, nicht auf die schwarze Liste der wichtigen Politiker gesetzt zu werden und von zukünftigen Interviews oder Presseinladungen ausgeschlossen zu sein. Insbesondere die öffentlich rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten unterliegen durch ihren Verwaltungsrat politischer Einflussnahme insbesondere auf die Karriereentwicklung ihrer Mitarbeiter. Teils wird aber auch direkter Einfluss auf die Berichterstattung mit "Anweisungen von oben" genommen.[7]
  5. Vorauseilender Gehorsam in Richtung Mainstream. Speziell in angespannten Zeiten verlieren Journalisten die Fähigkeit zu differenzierter Darstellung und schließen sich großteils dem Establishment-Mainstream an.[6]
  6. Die Medien können sogar die Politik bestimmen. Gelingt es einem Medien-Eigner wie Rupert Murdoch mit seiner News Corp., die Medien-Landschaft zu dominieren (z.B. in Großbritannien, USA und Australien), dann hat er die Macht, die Politik zu bestimmen. So hat er Tony Blair, David Cameron, Donald Trump ins Amt gebracht. Im Gegenzug wurden bspw. Kartellbeschränkungen zu seinen Gunsten zurückgenommen. Auch ist die Politik wiederholt seinen Vorgaben gefolgt, z.B. beim Irakkrieg oder Brexit. Mittels ausuferndem Abhören von Telefonen und teils frei erfundenen Negativ-Kampagnen war es Murdoch möglich, jeden missliebigen Politiker oder Prominenten regelrecht 'abzuschießen'.[8]

Meinungsmache durch die Politik

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Aus dem Interesse am Machterhalt hat die Politik ein überragendes Interesse an der öffentlichen Meinung, nicht selten mehr als am Gemeinwohl. Selbst für das legitime Interesse am Machterhalt, etwa um das eigene politische Programm weiter umzusetzen, wäre eine Manipulation der Meinung nicht zulässig. Aber schon gar nicht wäre das zulässig, nur um individuelle Vorteile aus der Machtposition zu ziehen, etwa Erhalt und Ausbau eines lukrativen Beziehungsnetzwerks. Die Politik tritt als direkter Vermittler der Meinungsmache bei diesen Gelegenheiten auf:

  1. Agenda-Setting (wp)
    • Bestimmt die Tagesordnung der politischen Debatte
    • Durch Interviews, Beiträge zur öffentlichen Diskussion und
    • Gesetzesvorhaben
  2. Direktsteuerung
    • Die extreme Form der Direktsteuerung wird weiter unten unter Einschränkung der Pressefreiheit aufgeführt, wenn bspw. in Ungarn, Polen oder Russland die staatlichen Medien großteils direkt von der Regierung gesteuert werden. In Italien hatte Berlusconi seinen Privat-Staatsfunk.
    • Aber auch in Deutschland gibt es teils direkte Vorgaben, bspw:
      • Zur Berichterstattung über Flüchtlinge.[7]
      • Ein für den NRW-Ministerpräsidenten und CDU-Vorsitzenden Armin Laschet heikler Beitrag verschwand nach 2,5 Stunden wieder aus der Mediathek des WDR.[9] Es ist noch unklar, ob dies auf Betreiben der Politik oder in vorauseilendem Gehorsam geschah.
  3. Täuschende Argumentationen und täuschende Darstellungen. Das Talent des typischen Politikers (er schlägt sich gut in Diskussionen) bestimmt auch zu einem guten Teil die öffentliche Meinungsmache durch die Politik. Zu den Stilmitteln der täuschenden Argumentation kommen aber auch noch die manipulativen Darstellungen bevorzugt bei folgenden Gelegenheiten zum Einsatz:
    • Politische Erklärungen, Regierungserklärungen.
    • Informationsmaterial
    • Talkshows
  4. Täuschende Operationen, als die kriminellste Form der Meinungsmache etwa mit Operationen unter falscher Flagge, werden weitgehend von der Politik eingesetzt.

Meinungsmache durch die Wirtschaft

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Neben der zulässigen Werbung, die ebenfalls durchaus geschickt die Wahrnehmungspsychologie ausnutzt, werden diese Methoden auch für die eher politischen Interessen des Unternehmens genutzt. Dabei kommt jedoch ein erweiterter Werkzeugkasten zum Einsatz, erweitert um verdeckte Maßnahmen, die in der Vermarktung von Produkten als irreführende Werbung unzulässig wären.

  1. Lobbyismus
  2. Lenkung der Medien über:
    • Anzeigengeschäft
    • Zuwendungen (z.B. Auto-Journalisten)
  3. Manipulative Medienkampagnen wie z.B. die Stuttgart 21-Kampagne "Stresstest bestanden".
  4. Auftragsforschung, wie z.B. zur Leugnung des Klimawandels, zur Verharmlosung der Gefahren des Rauchens oder zuckerreicher Ernährung, etc. Die Methoden der Wissenschaftsmanipulation werden bspw. entlarvt in: "Schlank durch Schokolade"[10]
  5. Astroturfing, no Badge-Aktivitäten. Das Vorspiegeln von Nutzer-Bewertungen durch erfundene Identitäten oder von Werbung und Meinungsmache durch eine vermeintlich neutrale aber eigens zu diesem Zweck aufgesetzte Organisation.
  6. Etc.pp. (... bitte belegen und ergänzen ...)

Meinungsmache zwischen den Verantwortlichen

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Die bis hierhin dargestellten Methoden der Meinungsmache betreffen weitestgehend die Manipulation der öffentlichen Meinung, mit dem Ziel die Zustimmung der Bürger zu politischen bzw. gesellschaftlichen Entscheidungen zu erhalten. Hinter den Kulissen, im Meinungsbildungsprozess zwischen den Beteiligten aus Wirtschaft, Politik und Medien kommen einzelner dieser Mechanismen gleichermaßen zum Einsatz, so wie etwa Operationen des Staatsterrorismus gleichermaßen Bevölkerung und andere Regierungen täuschen sollen.

Hinter den Kulissen fallen jedoch auch manchmal die Masken und es kommen auch massive Maßnahmen zum Einsatz, wie sie zur Beeinflussung der Öffentlichkeit nicht geeignet sind. Hierdurch sparen sich die Einflussnehmenr gewissermaßen den Umweg über die öffentliche Meinung, indem sie die Meinung der Entscheider unmittelbar beeinflussen, die dann aber wiederum ihre Entscheidung der Öffentlichkeit als die beste verkaufen müssen.

  1. Druck. Teilweise wird ganz unverhohlen Druck ausgeübt, etwa wenn die Bundesregierung dem Aufsichtsrat der DB AG vorgibt, dass er sich für den Weiterbau von Stuttgart 21 zu entscheiden hat. Oder wenn die US-Administration Druck auf europäische Regierungen gegen das Projekt Nord Stream 2 ausübt.[11] In Bezug auf die Presse äußert sich dieser Druck in Form von Repression.
  2. Erpressung. Rupert Murdoch erpresste Politiker und Prominente, um eine ihm genehme Politik durchzusetzen. Er brachte Tony Blair, David Cameron und Donald Trump ins Amt zum Preis einer ihm genehmen Politik, von seinen Medien am Telefon abgehörte Politiker wurden erpresst.
  3. Gewaltandrohung. Der seinerzeitige US-Präsident Barack Obama antwortete laut dem früheren CIA-Analysten Ray McGovern auf die Frage, warum er seine progressiven Ziele kaum weiterverfolgte: "Wissen Sie nicht, was Martin Luther King Jr. passierte?"[12] In Bezug auf die Presse stehen hierfür die zahlreichen Jounalistenmorde.
  4. (... ergänzen ...)

Einschränkungen der Pressefreiheit

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Am Sichtbarsten wird die Methode des Druck-Ausübens bei der Presse. Einschränkungen der Pressefreiheit sind wohl die unmittelbarste Methode der Meinungsmache.

Zensur

Eine offizielle politische Zensur (wp) ist ein derart markantes Merkmal diktatorischer bzw. unterdrückender Regime, dass diese heutzutage zumeist durch subtileren Druck auf die Medien oder aber Repression bis hin zu schlecht aufgeklärten Journalistenmorden ersetzt wird oder aber durch eine Direktsteuerung der Medien bzw. Behinderung unabhängiger Berichterstattung. Eine Zensur aus Gründen des Persönlichkeits- bzw. Jugendschutzes oder gegen Gewaltverherrlichung, den Aufruf zum Terrorismus oder Verbreitung nazistischen Gedankenguts gibt es auch in Deutschland (wp). Teils werden darüber hinaus bei missliebigen Themen Elemente der Zensur auch in Deutschland im Einzelfall eingesetzt, etwa im Zusammenhang mit dem Großprojekt Stuttgart 21.

  1. München: Keine Veranstaltungen für Israel-kritische Themen. SPD und CSU im Münchner Stadtrat will Kritik an Israel weitgehend einschränken. Das wird begründet mit dem Totschlagargument, die kritischen Beiträgen zu Israels Besatzungspolitik seien antisemitisch.[13]
  2. Stuttgart 21: "Maulkorb-Erlass" im Stuttgarter Rathaus. Im Stuttgart 21-Ausschuss des Stuttgarter Gemeinderats fand eine Experten-Anhörung zu den Fragen der Leistungsfähigkeit und dem Umstiegskonzept zu dem Großprojekt statt. In einem Vorgang ohne Beispiel wurde ausgerechnet für diesen Termin den Gemeinderäten untersagt, den Experten Fragen zu stellen.[14]
  3. Zensur der türkischen Regierung bei deutschem Medium. Die Deutsche Welle stellte dem türkischen Jugend- und Sportminister kritische Fragen - der ließ das Filmmaterial anschließend beschlagnahmen.[15]
  4. Zensur in Tunesien unter Ben Ali. ...
  5. (... ergänzen ...)

Direktsteuerung der Medien

Verstaatlichung der Medien, Besetzung der Chefposten.

  1. Türkei. (... ergänzen ...)
  2. Polen. ...
  3. Ungarn. ...
  4. Russland. ...
  5. Italien unter Berlusconi. Die schiere Medienmacht der privaten Sender Berlusconis verschaffte ihm und seiner Partei eine Art privaten Staatsfunk.
  6. Deutschland: Flüchtlinge. [7]
  7. (... bitte belegen und ergänzen ...)

Repression

Die Schließung unabhängiger Medien oder Verfolgung kritischer Journalisten ermöglicht es, eine unausgesprochene Zensur bzw. einen Zwang zur Linientreue umzusetzen.

  1. Türkei. Die Verhaftungen nach dem Putsch von Journalisten, die "im Verdacht" stehen, der Gülen-Bewegung "nahezustehen", gleichen einer "Hexenjagd".[16]
  2. Russland: Schließung unabhängiger Fernsehsender und Zeitungen. ...
  3. Russland: Schlecht aufgeklärte Journalistenmorde. Siehe Wikipedia: 1994 Dimitri Cholodow, 1995 Wladislaw Listjew, 2005 Anna Politkowkaja und viele andere. Allein seit Beginn der ersten Präsidentschaft von Vladimir Putin im März 2000 bis 2006 gab es laut "Reporter ohne Grenzen" 13 Auftragsmorde an Journalisten, von denen keiner vor Gericht gebracht wurde.[17]
  4. China: Verfolgung kritischer Journalisten und Anwälte. ...
  5. Türkei: Verhaftung hunderter Journalisten. ...
  6. Deutschland: Durchsuchung Cicero.
  7. USA: Entlassung von renommiertem Reporter nach kritischer Äußerung über den Irak-Krieg[18]
  8. (... Belege und Beispiele ergänzen ...)

Journalisten-Mord

Die extremste Form der Repression ist die Ermordung von Journalisten. Jährlich werden weltweit rund 100 Journalisten ermordet.[19] Allein in Russland wurden von 2000-2009 durchschnittlich 10 Journalisten im Jahr ermordet.[20]

  1. 02.10.2018, Jamal Khashoggi, Saudi Arabien, Kritiker des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman, wurde in der saudischen Botschaft in Istanbul ermordet (wp).
  2. 25.02.2018, Ján Kuciak, Slowakei, hatte zu prominenten Unternehmern mit Beziehungen zu den regierenden Sozialdemokraten und der Mafia recherchiert, wurde gemeinsam mit seiner Verlobten Martina Kušnírová zuhause erschossen (wp). Laut Staatspräsident waren dabei offenbar Unterwelt und Staat miteinander verflochten.[21]
  3. 16.10.2017, Daphne Caruana Galizia, Malta, hatte u.a. über panamaische Briefkastenfirmen von Mitarbeitern und der Ehefrau des maltesischen Premierministers Joseph Muscat berichtet, wurde mit einer Autobombe getötet (wp).
  4. 24.05.2017, Dmitry Popkov, Russland, Gründer eines Investigativ-Portals gegen Polizei-Korruption, wurde in seinem Garten in Minusinsk erschossen.[22]
  5. 09.03.2017, Nikolai Adrushchenko, Russland, Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Mitarbeiter an einer Dokumentation über Verbindungen Putins zur organisierten Kriminalität, wurde in Sankt Petersburg derart verprügelt, dass er am 19.04.2017 an den Folgen verstarb (en.wp).[22]
  6. 07.10.2006, Anna Politkowskaja, Russland, berichtete im Widerspruch zur offiziellen Darstellung vom 2. Tschetschenienkrieg, wurde am Tag des Geburtstags des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Aufzug ihres Wohnhauses erschossen (wp).
  7. (... ergänzen ...)


Professionelle manipulative Meinungsmache

Geschichte der professionellen Meinungsmache

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1895 veröffentlichte der französische Mediziner Gustave Le Bon sein Buch "Psychologie der Massen" (Le Bon 1895). Darin extrahierte er aus historischen Beispielen wie der Französischen Revolution, dass die Menschen in der Masse leichtgläubiger sind und der psychologischen Ansteckung unterliegen. Noch vor Sigmund Freud legte er dem zugrunde, dass menschliche Handlungen von irrationalen unbewussten Impulsen beherrscht werden. Le Bon beobachtete, dass Menschen in der Masse intoleranter und egoistischer werden, die Mitglieder der Masse verlieren ihre Kritikfähigkeit und sind leicht durch jede Art von "Führern" verführbar, etwa mittels einfacher Sprachsymbolik. Goebbels und Hitler arbeiteten mit Le Bons Erkenntnissen, in Hitlers "Mein Kampf" finden sich weitgehende Parallelen zu Aussagen in Le Bons "Psychologie der Massen".[23]

1928 begann der Amerikaner Edward Bernays sein Buch "Propaganda" mit den folgenden Sätzen (Bernays 1928):[24]

"Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist."

Edward Bernays, Neffe von Sigmund Freud, brachte zu dem Wissen von Le Bon weitere Erkenntnisse der Tiefenpsychologie seines Onkels in die Öffentlichkeitsarbeit ein. Er ist der Vater der modernen Public Relations und war selbst ein bedeutender sogenannter Spin-Doctor, also PR-Berater. Im ersten Weltkrieg half Bernays als Mitglied des "Committee on Public Information", die Amerikaner vom Eintritt in den ersten Weltkrieg zu überzeugen. Später verwendete Goebbels ausgerechnet das Buch des Juden Bernays "Crystallizing Public Opinion" von 1923 (Bernays 1923) als Grundlage für seine zerstörerische Kampagne gegen die Juden in Deutschland.[25] In seiner Veröffentlichung "Engineering of Consent"[26] von 1947 verfeinerte Bernays die Techniken der "Konstruktion von Zustimmung" mit dem Ziel, dass sich die Menschen der Manipulation nicht bewusst werden sollten: "Wenn die Pläne gut formuliert sind und richtig eingesetzt werden, werden die von den Worten vermittelten Ideen innerster Bestandteil der Menschen selbst werden." Bernays wusste auch: "Die Techniken können missbraucht werden; Demagogen können die Techniken für anti-demokratische Zwecke mit ebenso viel Erfolg nutzen wie diejenigen, die sie für sozial wünschenswerte Ziele einsetzen."

Edward Bernays hatte auch starken Einfluss auf subtile Marketing-Techniken in der Wirtschaft. So brachte er Frauen zum Rauchen, und Menschen, die nicht Klavier spielen können, dazu, sich Flügel ins Wohnzimmer zu stellen. Auch erfand er das "American breakfast" zum Nutzen der Schweinezüchter.[27] Seine möglicherweise extremste Propaganda-Aktion war der Sturz der demokratisch gewählten Regierung Guatemalas im Interesse des heutigen Chiquita-Konzerns.[28] Aus dieser Zeit und diesem Zusammenhang stammt auch der Ausdruck "Bananenrepublik".

Die ausgefeilteren modernen Strategien der Meinungsmache finden sich unter Stichworten wie Agenda-Setting, Gatekeeper, Priming, Framing, uvm. (siehe oben), die nur wenigen Bürgern bekannt sind. Die neuere Definition des Begriffes Demagogie zeigt, dass es wohl kein Zufall ist, dass diese Art der Massenmanipulation nicht strafbar ist, sondern offenbar der Kern zeitgemäßer politischer Meinungsbildung in unserer Demokratie:[29]

"Demagogie betreibt, wer bei günstiger Gelegenheit öffentlich für ein politisches Ziel wirbt, indem er der Masse schmeichelt, an ihre Gefühle, Instinkte und Vorurteile appelliert, ferner sich der Hetze und Lüge schuldig macht, Wahres übertrieben oder grob vereinfacht darstellt, die Sache, die er durchsetzen will, für die Sache aller Gutgesinnten ausgibt, und die Art und Weise, wie er sie durchsetzt oder durchzusetzen vorschlägt, als die einzig mögliche hinstellt."

Über Goebbels' Propaganda, die noch vergleichsweise mit dem Holzhammer daher kam, wird in der Schule unterrichtet. Die fortgeschrittenen Techniken finden sich aber nicht mehr in den Lehrplänen der Ausbildung zum mündigen Bürger. Die Weiterentwicklungen der Erkenntnisse von Le Bon und Bernays landen vornehmlich in den Giftschränken heutiger PR-Berater und die Bevölkerung wird wehrlos zu deren Objekt.

PR-Berater und Spin-Doktoren

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Heutzutage gibt es einen etablierten Berufszweig, der sich die Manipulation von Meinungen zur Aufgabe gemacht hat, die Public Relations-Berater oder auch Spin-Doktoren. Wikipedia klärt uns auf (wp):

"Die als »Spin-Doctor« bezeichnete Person versieht Ereignisse »mit dem richtigen Dreh (engl. spin)«, indem sie für eine zwar nicht direkt wahrheitswidrige, aber doch subtil manipulierte Darstellung in den Medien sorgt. Man spricht im weitesten Sinne auch von einer Medienmanipulation."

Es wurde schon gemutmaßt, dieses Geschäft habe sich als fünfte Macht in unserer Gesellschaft etabliert.[30]


Literatur

In chronologischer Reihenfolge.

Le Bon 1895   Gustave Le Bon, "Psychologie der Massen", orig. Französisch "Psychologie des foules", 1895, deutsch von 1922 (pdf archive.org)
Lippmann 1922   Walter Lippmann, "Public Opinion", 1922 (archive.org)
Bernays 1923   Edward L. Bernays, "Crystallizing Public Opinion", 1923 (pdf archive.org)
Lippmann 1927"   Walter Lippmann, "The Phantom Public", 1927 (pdf mediastudies.asia)
Bernays 1928   Edward L. Bernays, "Propaganda", 1928 (pdf libarch.nmu.org.ua)
Bernays 1947   Edward L. Bernays, "The Engineering of Consent", The Annals of the American Academy, 03.1947, S. 113-120 (pdf classes.dma.ucla.edu)
Zoll 1971   Ralf Zoll (Herausg.), "Manipulation der Meinungsbildung: Zum Problem hergestellter Öffentlichkeit", Westdeutscher Verlag, 1971 (GBS)
Herman/Chomsky 1988   Edward S. Herman, Noam Chomsky, "Manufacturing Consent: The Political Economy of the Mass Media", 1988 (pdf amazonaws.com)
Müller 2009   Albrecht Müller, "Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen", Knaur, 2009

Einzelnachweise

  1. Albrecht Müller, "Meinungsmache: Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen", Verlag Droemer Knaur, München 2009
  2. http://www.nachdenkseiten.de/
  3. 27.06.2011, Süddeutsche Zeitung (Printausgabe), "Stuttgart 21 besteht Stresstest". Siehe auch
    26.06.2011, sueddeutsche.de, "Die Bahn macht sich unglaubwürdig"
  4. 29.06.2011, ndr.de, Fernsehmagazin zapp, "Die Bahn und ihre Stimmungsmache für S 21" (mit Video)
  5. 23.07.2016, Wikileaks auf Twitter, "DNC knew of Clinton 'paid troll factory' fighting Sanders supporters"
  6. a b 06.09.2016, nachdenkseiten.de, "Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten"
  7. a b c 01.02.2016, nachdenkseiten.de, "Hinweise des Tages. 6. Bitte nicht stören! Hauptstadtjournalisten unter sich"
    29.01.2016, deutschlandfunk.de, "Bitte nicht stören! Hauptstadtjournalisten unter sich" (mp3 ondemand-mp3-radio.de ab Min. 28). Ab Min. 27:40 erklärt Wolfgang Herles, ehem. Leiter des ZDF-Studios Bonn und ehem. Chef der ZDF-Sendung Aspekte: "Wir habe ja das Problem ..., dass wir eine Regierungsnähe haben. ... Es gibt tatsächlich Anweisungen von oben. ... Wir durften damals nichts negatives über die neuen Bundesländer sagen. Heute darf man nichts negatives über die Flüchtlinge sagen. Das ist Regierungsjournalismus."
    29.01.2016, facebook.com, Jung & Naiv via Facebook, "Es gibt tatsächlich Anweisungen von oben."
    02.02.2016, breitbart.com, "A retired media boss at a major German state broadcaster has admitted his network and others take orders from the government on what – and what not – to report."
    03.02.2016, dailymail.co.uk, "German journalist claims the government tells its media what it can and cannot report on following outcry over Cologne sex attack news blackout"
  8. 16.02.2021, arte, "Der Aufstieg der Murdoch-Dynastie" (Video arte.tv)
  9. 05.02.2021, spiegel.de, "WDR löschte heiklen Beitrag über Laschet"
  10. 15.09.2015, ZDF planet e, "Schlank durch Schokolade" (Video zdf.de)
  11. 11.02.2019, nachdenkseiten.de, "Dissens bei Nord Stream 2. Deutschland – verraten und verkauft. Von Wolfgang Bittner."
  12. 17.03.2013, americanfreepress.net, "Ray McGovern on CIA Head John Brennan" (Ausschnitt youtube.com), was vielfach wiederholt wurde, ohne ein Dementi auszulösen:
    28.05.2013, consortiumnews.com, "Doubting Obama’s Resolve to Do Right"
    03.06.2013, mondoweiss.net, "Obama told friends he reneged on progressive promises out of fear of assassination — former CIA analyst"
    12.06.2015, readersupportednews.org, "Obama Reminds Allies: »Remember What Happened to Dr. King?«"
    16.09.2015, "KenFM am Set: Vortrag von Ray McGovern und Elizabeth Murray - Wie werden Kriege »gemacht«?" (Video vom Vortrag in Berlin: tube.kenfm.de, Min. 29:20)
  13. 14.07.2017, nachdenkseiten.de, "München will Kritik an Israel einschränken – Stadtratsantrag von SPD und CSU sieht Einengung der Informationsfreiheit vor"
  14. 07.03.2016, Rede von Christoph Engelhardt, "Der große Faktencheck-Bluff! Politik und Bahn kneifen zur S21-Leistungsfähigkeit!" (pdf wikireal.org)
  15. 06.09.2016, spiegel.de, "Eklatanter Verstoß gegen die Pressefreiheit"
  16. 26.07.2016, sueddeutsche.de, "Die Hexenjagd hat begonnen - SOS!"
  17. Committee to Protect Journalists, "Russia: Thirteen Murders, No Justice", 11.2006 (cpj.org)
  18. 31.03.2003, theguardian.com, "Arnett fired by NBC after Iraqi TV outburst"
  19. de.statista.com/statistik/daten/studie/176729/umfrage/weltweit-ermordete-journalisten-seit-2003/
    reporter-ohne-grenzen.de/barometer/2018/journalisten-getoetet/
  20. en.wp)
  21. 21.02.2019, spiegel.de, "Ein Jahr nach Journalistenmord in der Slowakei. Staat unter Verdacht"
  22. a b 09.10.2018, de.euronews.com, "In weniger als einem Jahr: 7 Journalisten in Europa ermordet"
  23. 08.08.1966, spiegel.de, "Fahrplan eines Welteroberers – Adolf Hitlers »Mein Kampf«"
  24. Original Englisch: "The conscious and intelligent manipulation of the organized habits and opinions of the masses is an important element in democratic society. Those who manipulate this unseen mechanism of society constitute an invisible government which is the true ruling power of our country.” Ig Publishing (2004), S. 37. Deutsch z.B. in "Profit over people: Neoliberalismus und globale Weltordnung" von Noam Chomsky (2000), S. 67.
  25. Edward L. Bernays, "Biography of an idea: memoirs of public relations counsel", 1965: "Goebbels, said Weigand, was using my book Crystallizing Public Opinion as a basis for his destructive campaign against the Jews of Germany."
  26. Edward L. Bernays, "The Engineering of Consent", The Annals of the American Academy of Political and Social Science, 250 (1947), S. 113. Deutsche Übersetzung durch den Autor.
  27. 30.09.2009, spiegel.de, "PR-Erfinder Bernays, Der Überzeugungstäter"
  28. en.wikipedia.org: Edward Bernays. BBC-Dokumentation, "The Century of the Self" (2002).
  29. Martin Morlock, "Hohe Schule der Verführung. Ein Handbuch der Demagogie." Econ Verlag, Wien/Düsseldorf 1977, S. 24
  30. 09.11.2010, Deutschlandfunk, "Analogkäse schmeckt besser! Wie sich Public Relation als fünfte Gewalt etabliert" (dradio.de, pdf deutschlandfunk.de)
    11.11.2010, nachdenkseiten.de, "Journalismus und PR sind vielfältig durchmischt. Die Journalisten wollen es nur nicht wahrhaben."